Extractables and Leachables Studien.
E&L Analysen.
Sicherheit für pharmazeutische Verpackungen, Prozesskontaktmaterialien und Radiopharmaka-Kassetten.
Unsere Extractables & Leachables (E&L) Studien stellen sicher, dass Container Closure Systems (CCS), Single-Use Systeme (SUS), Prozesskontaktmaterialien und Kassetten für die Herstellung von Radiopharmaka keine gefährlichen Substanzen freisetzen. CUP Contract Labs bietet ein einzigartiges Leistungsspektrum: Wir führen E&L-Studien sowohl mit radioaktiven Pharmaka als auch mit nicht-radioaktiven Substanzen durch – GMP-konform, präzise und regulatorisch abgesichert.
Was sind Extractables & Leachables?
- Extractables: Verpackungs- oder Produktionsmaterialien (z. B. Schläuche, Vial-Stopfen, Radiopharmaka-Kassetten) werden mit geeigneten Lösungsmitteln extrahiert. Anschließend analysieren wir die Proben mit LC-HRMS, GC-MS, HS-GC-MS, GC-MS nach Derivatisierung und ICP-MS, um migrationsfähige Inhaltsstoffe zu identifizieren.
- Leachables: Das Produkt wird in direktem Kontakt mit Verpackungen, Prozessmaterialien oder Radiopharmaka-Kassetten gelagert, teils unter Stressbedingungen. Analysen im Vergleich zu einem Blindwert zeigen, welche Substanzen tatsächlich in das Produkt übergehen.
Die Identifizierung erfolgt durch Massenspektrometrie-Datenbanken, ergänzt durch eine halbquantitative Konzentrationsabschätzung.
Regulatorische Standards & Leitlinien.
Unsere Extractables und Leachables Tests orientieren sich an internationalen Vorgaben.
Durch die Integration der neuen ICH Q3E Guideline gewährleisten wir, dass unsere Analysen die aktuellsten internationalen Erwartungen erfüllen – von der Entwicklung bis zum Lifecycle-Management nach Marktzulassung.
- ICH Q3E (Draft, 2025) – neue globale Guideline für E&L-Studien, risikobasierter Ansatz mit AET, SCT und QT
- USP <1663> & USP <1664> – Extractables & Leachables Studien
- USP <661> & USP <665> – Kunststoffverpackungen und Single-Use Systeme
- ISO 10993-18 – chemische Charakterisierung in der biologischen Bewertung von Medizinprodukten
- FDA Leitlinien – regulatorische Anforderungen für E&L-Studien
- EMA Leitlinien – europäische Standards für Container Closure Systems
Experten-stimmen
Besonders spannend ist für mich die hochauflösende Massenspektrometrie (LC-HRMS). Die Messergebnisse sind extrem präzise und geben uns Einblicke bis auf die Summenformel-Ebene. Abhängig vom Produkt, der Verpackung oder den verwendeten Kassetten finden wir manchmal keine Leachables – in anderen Fällen über 100 Substanzen. Diese Vielfalt macht jedes Projekt einzigartig.
Extractables & Leachables Studienablauf.
Von der Risikoanalyse bis zum Prüfbericht.
Der Prozess beginnt mit Ihrer Anfrage zu einer Extractables- oder Leachables-Studie (E&L). Auf Basis erster Informationen zu Produkt, Verpackungssystem und Projektziel prüfen wir, welcher Studienumfang erforderlich ist und welche regulatorischen Anforderungen berücksichtigt werden müssen.
Für die strukturierte Planung erfassen wir alle relevanten Daten zu Materialien, Verpackungskomponenten, Produktformulierung und Herstellungsprozess. Diese Informationen bilden die Grundlage für die risikobasierte Bewertung möglicher materialbedingter Verunreinigungen.
Unsere Expertinnen und Experten entwickeln ein risikobasiertes Studiendesign unter Berücksichtigung relevanter Leitlinien wie USP <1663>, USP <1664> und ICH Q3E. Ziel ist eine wissenschaftlich fundierte und regulatorisch belastbare Untersuchungsstrategie.
Im Labor untersuchen wir Materialien unter definierten Worst-Case-Bedingungen, um potenzielle Extractables freizusetzen. Diese Untersuchungen ermöglichen die Identifikation von Substanzen, die aus Verpackungsmaterialien oder Gerätekomponenten in das Arzneimittel übergehen könnten.
Die identifizierten Substanzen werden mit modernen Analysentechniken charakterisiert, darunter GC-MS, LC-MS/MS und ICP-MS. Dadurch lassen sich flüchtige, nicht-flüchtige und metallische Verunreinigungen zuverlässig identifizieren und quantifizieren.
Auf Basis der Extractables-Ergebnisse werden gezielte Leachables-Studien durchgeführt. Dabei analysieren wir, welche Substanzen unter realistischen Lager- und Nutzungsbedingungen tatsächlich in das Arzneimittel übergehen können.
Die identifizierten Substanzen werden im Hinblick auf Patientenexposition und toxikologische Relevanz bewertet. Dabei berücksichtigen wir etablierte Schwellenwerte wie SCT (Safety Concern Threshold), AET (Analytical Evaluation Threshold) und QT (Qualification Threshold).
Sie erhalten einen umfassenden Prüfbericht zur Extractables- und Leachables-Studie mit allen analytischen Ergebnissen, Bewertungen und regulatorisch relevanten Informationen. Die Dokumentation ist für Zulassungsunterlagen, Qualitätsdossiers und regulatorische Einreichungen geeignet.
CUP contract labs.
Ihre Vorteile.
Als verlässlicher Partner stehen wir an Ihrer Seite.
- Einzigartig: E&L-Analysen für radioaktive & nicht-radioaktive Pharmaka
- Spezialisierung auf Radiopharmaka-Kassetten – Erfahrung mit Materialien, die in der Radiopharmaka-Herstellung eingesetzt werden
- Modernste Analytik: LC-HRMS, GC-MS, HS-GC-MS, ICP-MS
- GMP-konforme Dokumentation & Risikoanalysen nach EMA- und ICH-M7-Richtlinien
- Aktuelle Regulierungsexpertise: Umsetzung der neuen ICH Q3E Guideline für globale Zulassungen
- Verlässlichkeit: schnelle Messungen, fundierte Auswertungen für regulatorisch belastbare Ergebnisse
Praxisbeispiel:
In einer Stabilitätsstudie zeigten sich auffällige Peaks in der HPLC-DAD-Messung. Da sie nicht API-bedingt waren, wurden sie als Leachables identifiziert und halbquantitativ abgeschätzt. Damit konnte die Quelle für unerwartete Verunreinigungen geklärt und das Zulassungsdossier abgesichert werden.

Key facts.
- Genauigkeit: halbquantitative Abschätzung, Worst-Case-orientiert; kritische Substanzen werden gezielt mit Standards quantifiziert
- Typische Proben: Vial-Stopfen, Schläuche, Radiopharmaka-Kassetten, pharmazeutische Fertigprodukte
- Einsatzgebiete: pharmazeutische Produkte, Prozesskontaktmaterialien, Container Closure Systems, Single-Use Systeme
- Geschwindigkeit: Messungen schnell; Auswertung aufwändig (z. B. bis zu 4 h pro Probe in der LC-HRMS)
- Regulatorisch topaktuell: Umsetzung der neuen ICH Q3E Guideline






kundenstimmen
Again, thank you so much and we enjoy working alongside you and your team.

